Über Sandi
von Almaty nach Zürich
Sandi Toka Nova wurde in Almaty, Kasachstan, geboren. Mit 13 Jahren gab sie ihr erstes Cellorezital und mit 15 debütierte sie als Solistin mit dem Staatlichen Akademischen Sinfonieorchester der Republik Kasachstan.
Nach ihrem Abschluss an der Republikanischen Spezialmusikschule in der Klasse von Evgeny Lutsenko zog sie im Jahr 2000 auf Einladung des legendären Maestro Tibor Varga in die Schweiz. Dort setzte sie ihr Studium an der Musikakademie Tibor Varga in Sion bei Professor Marcio Carneiro fort. In dieser Zeit trat sie als Cellosolistin mit dem Tibor-Varga-Kammerorchester unter der Leitung von Tibor Varga und Gabor Takacs-Nagy auf.
Nach dem Solistendiplom am Konservatorium Lausanne bei Professor Patrick Demenga und dem Orchesterdiplom an der Zürcher Hochschule der Künste bei Professor Susanne Basler war Sandi im Orchester des Opernhauses Zürich und in der Camerata de Lausanne tätig. Sie war ausserdem Solocellistin des Sinfonieorchesters Jura und Assistentin von Professor Susan Ribicki Varga am Konservatorium Lausanne.
Mehrere Jahre lang gab Sandi ihr Wissen an die nächste Generation weiter und unterrichtete Cello an der renommierten Zakhar Bron International Music School in Zürich und Zug.
Als Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe – darunter erste Preise beim Nationalen Wettbewerb für junge Interpreten und beim G.-Zhubanova-Wettbewerb sowie Auszeichnungen beim internationalen Shabyt-Festival, beim Wettbewerb der Fondation Nicati-de Luze und beim Kiefer-Hablitzel-Wettbewerb – konzertierte Sandi in renommierten Sälen weltweit. Sie war zudem Stipendiatin der Tibor-Varga-Stiftung, der Vontobel-Stiftung und des Rotary Clubs Lausanne. Zu ihrer kammermusikalischen Laufbahn gehört die erfolgreiche Zusammenarbeit im inzwischen bekannten SwissDuo, mit dem sie regelmässig auftritt.
Nach einer Verletzung, die sie am Cellospielen hinderte, begann Sandi 2008 ein Praktikum in der Dirigierabteilung des Konservatoriums Lausanne. Im selben Jahr erhielt sie beim Kiefer-Hablitzel-Wettbewerb in der Schweiz den Collard-Preis als vielversprechende junge Dirigentin.
Ab 2011 arbeitete Sandi für das renommierte Verbier Festival in der Schweiz als künstlerische Assistentin des geschäftsführenden Direktors und als Koordinatorin des sommerlichen Musikcamps.
Sie engagiert sich weiterhin in zeitgenössischen und kammermusikalischen Projekten, sowohl als Solistin als auch als Mitglied verschiedener Ensembles.
2017 gestaltete und leitete Sandi als künstlerische Leiterin des Klassikprogramms im Kulturprogramm der Expo2017 in Astana eine Reihe bedeutender Konzerte. Zu Gast waren unter anderem der Cellist Mischa Maisky und das Igor Butman Moscow Jazz Orchestra. Ausserdem wurde «The Artist» als Filmkonzert mit dem Komponisten Ludovic Bource am Klavier aufgeführt. Während des Festivals spielte Sandi Toka Nova zudem Beethovens Tripelkonzert mit Thomas Gould und Julien Quentin.
Sandi Toka Nova ist Gründerin und künstlerische Leiterin des Benefiz-Festivals Zürich in der Schweiz.
Ein Leben für die Musik
13
Erstes Cellorezital
15
Solodebüt mit dem Staatlichen Akademischen Sinfonieorchester Kasachstans
2000
Umzug in die Schweiz auf Einladung von Maestro Tibor Varga
2008
Collard-Preis als vielversprechende junge Dirigentin
2011
Künstlerische Assistentin beim Verbier Festival
2017
Künstlerische Leiterin des Klassikprogramms der Expo2017 Astana